DHWR-Präsident Ullrich Huth stellte die Preisträger des Deutschen Holzbaupreises in Hannover vor

In seiner Funktion als Vorsitzender des Bundes Deutscher Zimmermeister hat der Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates, Ullrich Huth, am 19. Mai 2009 auf der Weltmesse für die Forst- und Holzwirtschaft, der LIGNA in Hannover, die Preisträger des Deutschen Holzbaupreises vorgestellt. Der Deutsche Holzbaupreis gilt als die wichtigste Auszeichnung für Gebäude aus Holz in Deutschland.
Ullrich Huth erklärte, dass der Deutsche Holzbaupreis 2009 erneut eindrucksvoll dargestellt hat, was mit Holz als Baustoff möglich ist. „Alle Wettbewerbsteilnehmer haben gezeigt, dass sie sich mit Holz als Baustoff verstehen. Das tut unserer Branche gut und kommt auch unserem Klima zugute.“
Erstmals hat der Bund Deutscher Zimmermeister einen Preis in der Kategorie „Bauen im Bestand“ ausgelobt. Ziel ist es, dadurch das Können und die Kompetenz der Holzbaubranche in diesem Bereich aufzuzeigen. „Auch hier hat sich Holz mit seinen wärmedämmenden Eigenschaften und seinem geringen Gewicht bewährt und dazu geführt, dass das Bauen im Bestand zum zweiten Standbein des Zimmererhandwerks geworden ist. Daher habe ich als BDZ-Vorsitzender bei der Jurysitzung besonderen Wert auf die Begutachtung der eingereichten Sanierungsprojekte gelegt, um hier unsere Kompetenz als Branche aufzuzeigen.“
Um mit Modernisierungsmaßnahmen die Baukonjunktur in der derzeit schwierigen wirtschaftlichen Lage zu beleben, forderte der BDZ-Vorsitzende stärkere finanzielle Anreize für private Haus- und Wohnungsbesitzer. „Die Abwrackprämie zeigt uns, wie mit geringen Mitteln Kaufentscheidungen herbeigeführt werden können. So etwas brauchen wir als Holzbaubrauche auch. Unser Vorschlag dafür ist eine Energiesparprämie“, so Huth auf der Preisverleihung des Deutschen Holzbaupreises in Hannover.
Die Preisverleihung übernahmen der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander sowie Georg Schirmbeck, Mitglied des Deutschen Bundestages und Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrats. Geehrt wurden Bauherren, Architekten, Tragwerksplaner und Holzbaubetriebe als Urheber der ausgezeichneten Beiträge. Mitauslober des Holzbaupreises sind die Deutsche Bundesstiftung Umwelt, der Holzabsatzfonds, die Deutsche Messe AG, die Studiengemeinschaft Holzleimbaum e.V., der Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. und der Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure.
Der Deutsche Holzbaupreis wird in diesem Jahr an fünf Bauwerke vergeben, die ganz unterschiedliche Konzepte im Umgang mit dem Baustoff Holz aufweisen. Im Bereich des Neubaus kommen das bundesweit erste siebengeschossige Wohnhaus in Berlin, ein ungewöhnliches Einfamilienhaus in Hamburg und ein Stallgebäude in Thankirchen zur Auszeichnung.
Besonders dem in Berlin entstandenen mehrgeschossigen Gebäude der Architekten Kaden Klingbeil kommt nach Meinung der Jury „über den lokalen Kontext hinaus eine richtungsweisende Bedeutung für den Holzbau zu“. Der Errichtung mehrgeschossiger Wohn- und Verwaltungsgebäude in Holzbauweise wird besonderes Zukunftspotenzial zugeschrieben.
Die Sanierung und Aufstockung einer Schule in Karlsruhe von Assem Architekten wird als gelungener Beitrag für das heute allgegenwärtige Thema Bauen im Bestand gesehen: „Klarheit, Elemente, Farben und Materialität werden Ausdruck eines vorbildlichen Bauwerks, das sich vorbildlich in die bestehende Substanz einfügt.“
Erneut würdigt der Deutsche Holzbaupreis in der Kategorie „Komponenten und Konzepte“ auch die forschende und entwickelnde Seite. Der bereits beim amerikanischen Hochschulwettbewerb „Solar Decathlon“ erstplatzierte Pas-sivhaus-Prototyp eines Studententeams der TU Darmstadt konnte die Jury überzeugen. Sie honorierte „den vorbildlichen Beitrag, der in seiner hölzernen Gesamtsicht Material, Ziele für zukünftiges Bauen und ästhetische Wirkung beispielhaft ineinander¬greifen lässt.“ 
Das vollständige Wettbewerbsergebnis dokumentiert der Bund Deutscher Zim-mermeister auf seiner Homepage www.bdz-holzbau.de.

Fotomaterial von der Preisverleihung sowie von den ausgezeichneten Baumaßnahmen kann über Frau Küttner, 030/20314-525, kuettner@fg-holzbau.de , kostenfrei abgefordert werden.