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07.11.2017DHWR-Kommentar: Fortführung des Hamburger Studiengangs Holzwirtschaft auf zu niedrigem Niveau

Die am gestrigen 6. November 2017 vom Hamburger Senat bestätigte Weiterführung des Studiengangs Holzwirtschaft an der Universität Hamburg begrüßt der Deutsche Holzwirtschaftsrat e. V. (DHWR) ausdrücklich. Der Dachverband kritisiert jedoch die starke Reduktion der Professorenstellen und fordert eine Forschungsinitiative der Bundesregierung. 

DHWR-Geschäftsführer Dr. Denny Ohnesorge dazu: „Es ist ein positives Signal für die Zukunft einer dekarbonisierten Wirtschaft, dass Lehre und Forschung für die Holzwirtschaft in Hamburg erhalten bleiben. Für die Nutzung der heimischen Ressource Holz, die verminderte Abhängigkeit vom Erdöl und die drastische Reduktion des CO2-Austosses sind gut ausgebildete Fachleute eine entscheidende Grundlage. Wir freuen uns, dass das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung der Freien und Hansestadt Hamburg die Zusammenarbeit zwischen dem Johann Heinrich von Thünen-Institut und dem Zentrum Holzwirtschaft des Fachbereiches Biologie der Universität Hamburg fortführen und weiter stärken wollen.“

Der DHWR hatte sich in mehreren Gesprächen mit der Uni Hamburg und der Politik für den Erhalt des Studiengangs eingesetzt. 

Jahrhundert des Holzes

Die starke Reduktion auf vier von bislang sieben Professorenstellen sei jedoch kritisch zu sehen, so Ohnesorge. Gerade jetzt, wo ein Jahrhundert des Holzes anbreche, würden solche Entscheidungen in die falsche Richtung weisen. Dies gelte auch für die Umbenennung des Studiengangs in „Bio-Ressourcen-Nutzung“. Gerade die Holzverwendung werde in den kommenden Jahren nicht nur im Bausektor, sondern auch im Bereich der Bioökonomie stark an Bedeutung gewinnen.

Um die Potenziale des Holzes auch im Bereich des Klimaschutzes noch besser heben zu können, brauche es ausreichende Kapazitäten in Forschung und Lehre und eine der Bedeutung gerecht werdende Forschungsinitiative der Bundesregierung.

Dr. Denny Ohnesorge
Deutscher Holzwirtschaftsrat e.V. (DHWR)
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Über den Deutschen Holzwirtschaftsrat (DHWR)

Der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) hat 13 Mitgliedsverbände mit über 70.000 Betrieben, die mit ca. 650.000 Beschäftigten einen Umsatz von etwa 120 Milliarden Euro generieren. Die Dachorganisation der deutschen Holzwirtschaft deckt durch die Mitgliedschaft der führenden Verbände der Holzbranche die gesamte Wertschöpfungskette ab. Diese reicht vom Rohholz, das von der Säge-, Holzwerkstoff- sowie Zellstoff- und Papierindustrie bearbeitet wird, über die Weiterverarbeitung von Holz und Holzprodukten in der Möbel- und Packmittelindustrie, in der Pelletproduktion sowie in den Handwerksbetrieben und im Holzbau, bis hin zum Vertrieb durch den Handel und die Makler. Der Kreislauf schließt sich durch das Recycling von Altpapier und Holz.