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15.01.2018Ministergespräch zum Holzbau in Sachsen-Anhalt

Am Mittwoch, 10. Januar 2018 informierte sich der Bauminister Sachsen-Anhalts, Thomas Webel (CDU), im Gespräch mit Vertretern der Holzwirtschaft aus erster Hand über die Chancen, die der Holzbau für das Wohnen und die regionale Wertschöpfung bietet. Thema des Treffens waren neben den Möglichkeiten jedoch auch aktuelle Herausforderungen für den Holzbau.

Die deutsche Holzbauquote im Wohnungsneubau liegt im Durchschnitt bei aktuell rund 16 Prozent (Quelle: Holzbau Deutschland). Mit einer Quote von etwa 8 Prozent bietet Sachsen-Anhalt beim Bauen mit Holz noch deutliches Entwicklungspotenzial, erläuterten Vertreter der Holzwirtschaft im Gespräch mit  Minister Thomas Webel. Sie äußerten dem Minister gegenüber, der aktuell den stellvertretenden Vorsitz der Bauministerkonferenz innehat, aber vor allem ihre Bedenken hinsichtlich einer europarechtlich fragwürdigen Verschärfung der Anforderungen an Bauprodukte der Musterverwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (MVV TB). Diese soll im Laufe des Jahres in sachsen-anhaltinisches Landesrecht überführt werden.

Beim Termin überreichte DHWR-Präsident Xaver Haas dem Minister neben konkreten Vorschlägen, wie das Bauen mit Holz in der Landesbauordnung Sachsen-Anhalts an den aktuellen Stand der Technik angepasst werden kann, die Roadmap "Holzwirtschaft 2025". „Wir freuen uns über die Möglichkeit, dem Minister sowie den weiteren Vertretern des Ministeriums für Entwicklung und Verkehr sowohl die Vorteile nachhaltiger Holznutzung, wie die schnelle und flexible Bauweise und die regionale Wertschöpfung, darzustellen, als auch unsere Bedenken hinsichtlich der Benachteiligung des Holzbaus im Land erläutern zu können“, so der DHWR-Präsident. „Wir sind nach dem Gespräch zuversichtlich, dass auch künftig im Dialog mit dem Ministerium die Herausforderungen gemeinsam bewältigt und konkrete Lösungen erarbeitet werden können.“


DHWR-Präsident Xaver Haas überreicht Minister Thomas Webel in Magdeburg die DHWR-Roadmap Holzwirtschaft 2025

vlnr: Dr. Denny Ohnesorge (DHWR), Rainer Kablitz-Ciré (Holzbau Deutschland), Xaver Haas (Haas Fertigbau GmbH und DHWR-Präsident), Prof. Dr. Rainer Marutzky (Fraunhofer-Institut für Holzforschung), Bauminister Thomas Webel, Ahmed Al Samarraie (Deutscher Holzfertigbau-Verband), Dr. Steffen Körner (Sonae Arauco und Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e. V.)

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Pressekontakt

Dr. Denny Ohnesorge
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Über den Deutschen Holzwirtschaftsrat (DHWR)

Der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) vertritt über seine Mitgliedsverbände 70.000 überwiegend mittelständische Betriebe, die mit 650.000 Beschäftigten einen jährlichen Umsatz von 120 Milliarden Euro generieren. Die Dachorganisation der deutschen Holzwirtschaft deckt damit die gesamte Wertschöpfungskette des Rohstoffes Holz ab. Diese reicht vom Waldholz, das von der Säge-, Holzwerkstoff- sowie Zellstoff- und Papierindustrie bearbeitet wird, über die Weiterverarbeitung von Holz und Holzprodukten in der Möbel- und Packmittelindustrie, in der Pelletproduktion sowie in den Handwerksbetrieben und im Holzbau bis hin zum Vertrieb durch den Handel. Der Kreislauf schließt sich durch das Recycling von Altpapier und Holz.