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18.07.2019Holzwirtschaft wandert mit #TeamIngo durch brandenburgische Wälder

Anlässlich einer Exkursion mit der Stiftung Waldwelten am 17. Juli 2019 in Eberswalde diskutierte der Landesbeirat Holz Berlin-Brandenburg mit CDU Spitzenkandidat Ingo Senftleben die Auswirkungen des Klimawandels auf den Wald und die Holzwirtschaft. Brandenburg ist mit 37 Prozent bewaldeter Fläche eines der waldreichsten Bundesländer Deutschlands. Dieser Wald produziert jährlich 11,7 Millionen Kubikmeter Rohholz und ist damit bereits heute Basis für mehr als 20.000 Arbeitsplätze und rund einer Milliarde Euro Bruttowertschöpfung in der Forst- und Holzwirtschaft im ländlichen Raum Brandenburgs. 

Die niederschlagsarmen des Jahre 2018 und 2019 sind Vorboten des sich verschärfenden Klimawandels und treffen die Waldbesitzer hart. Denn Deutschlandweit sind viele Wälder im Klimastress und werden auf großer Fläche von Schadinsekten befallen. In Brandenburg ist die Kiefer von der Nonne befallen. Besonders alte Wälder leiden unter den Folgen des Klimawandels und müssen zügig zu Mischwäldern umgebaut werden. In diesem Zusammenhang diskutierten die Exkursionsteilnehmer den alternativen Anbau von klimastabileren Baumarten wie der Douglasie. 

Wald und Forstwirtschaft sind daher besonders stark von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Gleichzeitig kann sie aber auch wesentlicher Teil der Lösung sein. So binden zwei Kubikmeter Rohholz eine Tonne Kohlenstoff aus der Atmosphäre. Wird das Holz genutzt und in langlebigen Produkten wie Häusern verbaut, verlängert sich die Kohlenstoffbindung. Der Klimaschutzeffekt verstärkt sich noch, da der nachhaltige und nachwachsende Baustoff Holz energieintensivere und damit klimaschädlichere Baustoffe wie Beton und Ziegel ersetzen kann (Substitutionseffekt). 

Um auch in Brandenburg mehr mit Holz bauen zu können, müssen die baurechtlichen Rahmenbedingungen verbessert werden, erklärte Dr. Denny Ohnesorge vom Landesbeirat Holz. 

„Uns ist der Klimaschutz und die regionale Wirtschaft wichtig. Wir wollen die regionale Wirtschaft stärken und regionale Rohstoffe aus unseren Wäldern nutzen. Deshalb werden wir in Regierungsverantwortung die Brandenburger Bauordnung so novellieren, dass das Bauen mit Holz genauso möglich wird, wie bisher mit anderen Bauweisen.“, bekräftigte Senftleben.  

Derzeitige Beschränkungen, insbesondere beim Bau mehrgeschossiger Gebäude, müssen überwunden werden. Auf diese Weise soll ein gezielter Beitrag für ein innovatives, klimafreundliches und nachhaltiges Bauwesen geschaffen werden.

Hintergrundinfo: 

Der jährliche Beitrag der deutschen Forstwirtschaft und Holzverwendung zur Treibhausgasminderung beträgt gegenwärtig durchschnittlich 127 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalent. Die ist vor allem auf die Speicherung von Kohlenstoff im Wald und in Holzprodukten sowie auf die Substitutionseffekte der Holzverwendung zurückzuführen. Ohne diesen Beitrag würden die Gesamtemissionen Deutschlands (bezogen auf das Jahr 2014) um 14 % höher ausfallen.