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05.09.2016Neue Webseite des Forschungsprojekts BioWild - Biodiversität und Schalenwildmanagement in Wirtschaftswäldern

Hohe (Schalen-)Wildbestände beeinträchtigen die natürliche Verjüngung und Artenvielfalt in vielen Waldgebieten in Deutschland, konstatiert das Bundesamt für Naturschutz. Um das Gleichgewicht zwischen natürlicher Waldverjüngung und Schalenwildeinfluss zu untersuchen, startete unter der Federführung der Arbeitgemeinschaft Naturnahe Waldwirtschaft (ANW) vergangenes Jahr das Forschungsprojekt "Biodiversität und Schalenwildmanagement in Wirtschaftswäldern", kurz BioWild-Projekt. Nun ist die Projektwebseite online gegangen. 

In dem auf sechs Jahre angelegten Forschungsprojekt beschäftigt sich die ANW zusammen mit der TU Dresden, der Universität Göttingen und der TU München mit der Frage des Erhalts und der Förderung biodiverser, gemischter, stabiler und widerstandsfähiger Wälder.

Ziel ist, endgültige und belastbare Ergebnisse in der Wald-Wild-Debatte zu erlangen. Das mit ca. 2,5 Mio € des Bundesamts für Naturschutz ausgestatte Projekt legte in fünf Bundesländern Probeflächen mit insgesamt ca. 25.000 Hektar an, die in den kommenden Jahren von den einzelnen Projektpartnern auf multiple Fragestellungen hin ausgewertet werden.

Bei der Auftaktveranstaltung im Forstlichen Bildungszentrum Arnsberg, NRW, vergangenes Jahr erklärte Hans von der Goltz, Bundesvorsitzender der ANW:  „Beim BioWild-Projekt wird es darum gehen, die Wald-Wild-Situation objektiv zu erfassen. Der Waldbesitzer als Inhaber des Jagdrechtes definiert sein waldbauliches Ziel. Die Waldeigentümer und die Jäger sollen dieses Ziel möglichst gemeinsam erreichen. Die Ergebnisse des BioWild-Projektes sollen sowohl einer breiten Öffentlichkeit als auch Waldbesitzern und Jägern kommuniziert werden.“

Weitere Informationen finden Sie auf der Projekthomepage BioWild-Projekt sowie auf der Webseite des Bundesamtes für Naturschutz.