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14.11.2016Klimaschutzplan 2050: Potenzial der nachhaltigen Holznutzung erkannt

Die Bundesregierung hat am 14. November 2016 den lange diskutierten Klimaschutzplan 2050 verabschiedet. Damit kann Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks den Plan nun auch auf der UN Klimakonferenz in Marrakesch vorstellen.

Nach zahlreichen Gesprächen mit der Politik, mehreren Statements und schriftlichen Stellungnahmen der Holzwirtschaft sind in dem Dokument nun auch zahlreiche Aspekte verankert, die die Klimaschutzleistung nachhaltiger Waldbewirtschaftung und Holznutzung berücksichtigen und stärken. 

Im Detail sind im beschlossenen Klimaschutzplan 2050 folgende Aspekte aufgenommen, die Relevanz für die Holzwirtschaft haben: 

  • Anerkennung der vermiedenen Emissionen durch die stoffliche und energetische Verwendung von Holz (je etwa 31 Mio. t CO2 in 2014) (S. 69)
  • Ziel ist Erschließung des CO2-Minderungspotenzials der nachhaltigen Waldbewirtschaftung und der damit eng verbundenen Holzverwendung (S. 69)
  • Bedeutung des Waldes als Lebensraum (..), Wirtschaftsfaktor und Rohstofflieferant bei Klimaschutzmaßnahmen berücksichtigen (S. 70) 
  • Holz kann im Gebäudebereich CO2 langfristig speichern und Materialien mit nachteiliger Treibhausgas- und Ökobilanz sowie fossile Energieträger ersetzen (S. 70)

Folgende Maßnahmen wurden formuliert:

  • Steigerung der Klimaschutzfunktion des Waldes, der nachhaltigen Forstwirtschaft und der intelligenten Holzverwendung (S. 71)
  • Neuauflage der „Charta für Holz“ zur Stärkung des Beitrags nachhaltiger Holzverwendung bei der Erreichung der
    Klimaschutzziele (S. 71)
  • Förderung des Erhalts und des Ausbaus des CO2-Minderungspotenzials von Wald und Holz mit Mitteln des Waldklimafonds (S. 71)
  • Abbau baurechtlicher Hemmnisse, die den Einsatz von langlebigen Holzprodukten erschweren (S. 73)

Themenfelder, die von den Verbänden der Holzwirtschaft kritisiert wurden, sind in der Überarbeitungsphase gestrichen worden, bspw. die pauschale Stilllegung weiterer Waldflächen, die Beschränkung auf heimische Baumarten, der Fokus auf Laubholzprodukte sowie die Verlängerung der Umtriebszeiten. Alle diese Maßnahmen hätten die Klimabilanz des Forst- und Holzsektors deutlich verschlechtert als ihn zu verbessern. 

Aus Sicht der Holzwirtschaft geht Deutschland weltweit nun mit guten Beispiel voran, um das Potential der Holznutzung und Holzverwendung im gemeinsamen Kampf gegen die Erderwärmung stärker zu entfalten.

Das Dokument sowie eine Kurzfassung und FAQ finden Sie online hier: www.bmub.bund.de/N53483/