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29.11.2016Aus aktuellem Anlass: zum Verbandsaustritt des DEPV

Der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) bedauert Austritt des DEPV aus dem Dachverband der deutschen Holzwirtschaft

Im Rahmen der DHWR Mitgliederversammlung am 23. November 2016 haben sich die Mitgliedsverbände nach intensiven Diskussionen auf gemeinsame Positionen zu den Themen Kaskade und energetische Holznutzung geeinigt. Angesichts teils unterschiedlicher Interessenlagen sieht der DHWR den Beschluss als wichtiges Signal für die künftige Verbandsarbeit. Denn gerade um die Positionen der Holzwirtschaft wirkungsvoll einbringen und gegenüber anderen Akteuren einheitlich auftreten zu können, haben sich die Mitglieder auf tragbare Positionen geeinigt.

Bioenergie als Beitrag zur Energiewende

Die zahlreichen Bioenergieproduzenten in der Holzwirtschaft tragen nicht nur zur regionalen Wertschöpfung bei, sondern leisten einen entscheidenden Beitrag zur klimapolitisch gebotenen Energiewende. Da die Themen Holzenergie und Kaskadennutzung untrennbar miteinander verbunden sind, widmet der DHWR beiden Themen eigene Positionspapiere. Basierend auf wissenschaftlichen Definitionen umfasst die Kaskade aus DHWR-Sicht als erste Stufe auch die Erzeugung von Pellets. Die Kaskadennutzung wird dabei von den DHWR-Mitgliedern als erstrebenswertes Prinzip, nicht als reglementierende Handlungsprämisse verstanden. 

Holzenergie weiterhin gut im DHWR vertreten

Der DHWR bedauert sehr, dass der Deutsche Energie- und Pelletverband (DEPV) zum Jahresende seine Mitgliedschaft im Dachverband kündigt und als Grund diese beiden Positionspapiere benennt. Besonders aus Sicht des DeSH ist dieser Schritt sachlich unverständlich, da die Kaskade auch im Leitbild des DEPV aus dem Jahr 2015 verankert ist und die Position inhaltlich mit der DHWR-Definition übereinstimmt, die ja gerade die Pelletproduktion als erste Kaskadenstufe einschließt. Doch auch wenn sich der DEPV nun als Einzelverband einer gemeinsamen wirksamen Vertretung der Holzenergie gegenüber der Politik entzieht, werden die Interessen der Pelletproduzenten über den DeSH weiterhin im DHWR vertreten und an die Politik herangetragen. Letztendlich bleiben die wahren Gründe für den Austritt des DEPV auch für den DHWR unklar. Der Dachverband bleibt jedoch selbstverständlich weiterhin offen für den Dialog.