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26.02.2020Grünen-Politiker informieren sich über Herausforderungen der Holzwirtschaft

Arbeitskreis besichtigt Holzwerk Keck in Ehningen

Grünen-Politiker informieren sich über Herausforderungen der Holzwirtschaft

Am 18. Februar 2020 besuchten Abgeordnete der baden-württembergischen Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen das Holzwerk Keck in Ehningen. Im Rahmen einer Betriebsbesichtigung informierten sich Fachpolitiker über die Herausforderungen der Holzwirtschaft im Klimawandel.

Die verheerenden Sturm- und Dürreschäden sowie die Ausbreitung von Schadinsekten in den vergangenen Jahren haben gezeigt, dass sich die veränderten Klimabedingungen unmittelbar auf den Wald und damit auf die Verarbeitung von Holz auswirken, erklärten die Geschäftsführer des Familienbetriebs Keck, Bernhard und Steffen Rathke, den Mitgliedern des Grünen-Arbeitskreises "Ländlicher Raum und Verbraucherschutz" in ihrer Begrüßung vor Ort.

Während des Rundgangs auf dem Werksgelände informierten sich die Abgeordneten um den Arbeitskreisvorsitzenden Reinhold Pix über die Produktionsprozesse in der Sägeindustrie und die Herausforderungen der Branche. Der auf Laubholz spezialisierte Betrieb beliefert Kunden weltweit. Anders als vielfach dargestellt, seien nicht nur Nadel-, sondern auch Laubhölzer von den Klimaschäden betroffen, erläuterten die Unternehmer. Durch den hohen Exportanteil leiden die Marktteilnehmer zudem unter Ereignissen wie dem Corona-Virus oder den Handelsstreitigkeiten zwischen den USA und China. Insgesamt sorge die Globalisierung für Produktionsverschiebungen mit ökonomischen und ökologischen Auswirkungen auf den ländlichen Raum. Entsprechend weitsichtig müssten politische Weichenstellungen für eine nachhaltige Entwicklung hierzulande erfolgen. „Die Dekarbonisierung von Wirtschaft und Gesellschaft ist nur mit Wald und Holznutzung zu leisten. Um dieses Ziel zu verfolgen, braucht es Baumarten, die sich möglichst vielfältig und langlebig verwenden lassen“, sagte Steffen Rathke. Gleichzeitig gelte es, die Verwendungsmöglichkeiten von Laubhölzern weiter auszubauen. „Das von der Landesregierung beschlossene Laubholz-Technikum in Lenningen ist dazu ein wichtiger Schritt."

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Die Abgeordneten des Arbeitskreises "Ländlicher Raum und Verbraucherschutz" aus der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen bei der Betriebsbesichtigung im Holzwerk Keck in Ehningen.

In einer an die Besichtigung anschließenden Diskussion standen vor allem Fragen nach der künftigen Baumartenwahl, Bewirtschaftungsform und Biodiversität im Mittelpunkt. Julia Möbus, Leiterin Politik und Kommunikation beim Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH), betonte hierbei, dass das Klimaschutzpotenzial von Wald und Holz nicht unabhängig voneinander betrachtet werden dürfe, sondern einander bedinge: „Ein Großteil der CO2-Einsparungen erfolgt durch die Speicher- und Subtitutionsfunktion von Holz als klimafreundliche Alternative im Bau, Verpackungswesen und Energiesektor. Dieses Bekenntnis zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung müssen wir mit effektiven Schutzmaßnahmen wie Totholzkonzepten und Habitatbäumen verbinden.“

Hintergrund

Parallel zur Struktur der Ausschüsse in der Plenararbeit organisieren sich die Fachabgeordneten der Fraktionen im Landtag von Baden-Württemberg in Arbeitskreisen. Dem Arbeitskreis IX "Ländlicher Raum und Verbraucherschutz" der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen gehören an: Hans-Peter Behrens, Martina Braun, Martin Grath, Martin Hahn, Reinhold Pix (Vorsitzender des Arbeitskreises), Thekla Walker, Alexander Schoch.

Die Pressemitteilung können Sie hier als PDF-Dokument herunterladen.

Pressekontakt:

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Über die Deutsche Säge- und Holzindustrie

Der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) vertritt die Interessen der deutschen Säge- und Holzindustrie auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene. Dabei steht der Verband seinen Mitgliedern, darunter mehr als 400 Unternehmen aus ganz Deutschland, in wirtschafts- und branchenpolitischen Angelegenheiten zur Seite und unterstützt die kontinuierliche Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die Verwendung des Rohstoffes Holz. Der Verband tritt in Dialog mit Vertretern aus Medien, Wirtschaft, Politik und Forschung. Bei der Umsetzung ihrer Ziele steht der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband für eine umweltverträgliche und wertschöpfende Nutzung des Werkstoffs und Bioenergieträgers Holz.