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30.06.2020DHWR-Geschäftsführer im Landtag von Sachsen-Anhalt

Am 25. Juni 2020 sprach DHWR-Geschäftsführer Denny Ohnesorge im Rahmen einer Anhörung zur Novellierung der Landesbauordnung im Landtag von Sachsen-Anhalt. Neben seinen Ausführungen legte Ohnesorge den Ausschussmitgliedern für Landesentwicklung und Verkehr eine Stellungnahme zur Bauordnung vor. Insbesondere regte Ohnesorge an, die Anforderungen an das Brandverhalten von Baustoffen und Bauteilen an den neuesten Stand der Technik anzupassen sowie vorgeschriebene Abstandsflächen zu verringern.

Aufgrund der klimatischen Veränderungen und des damit einhergehenden zunehmenden Schädlingsbefalls werde es immer dringlicher, das anfallende Holz zu ernten und sinnvoll zu nutzen, so Ohnesorge einleitend. Die Bauordnungen der Länder böten vielsprechende Möglichkeiten, wirtschaftlich und ökologisch darauf zu reagieren.

Aus bauordnungsrechtlicher Sicht werde in Sachsen-Anhalt der Einsatz von Holz als brennbarer Baustoff bei Gebäuden der Gebäudeklasse 4 (bis 13 Meter) und 5 (über 13 Meter) noch unverhältnismäßig stark reglementiert. Die massive Holzbauweise bei größeren Gebäuden und auch die Sichtbarkeit der Holzkonstruktionen seien oft nur im Rahmen einer Einzelfallgenehmigung realisierbar. Daher begrüße der DHWR grundsätzlich, dass Sachsen-Anhalt den Beschluss der Bauministerkonferenz im September 2019 mit dieser Gesetzesvorlage zügig umsetzen und damit das Bauen mit Holz erleichtern möchte.

Die im Gesetzesentwurf zur Änderung der Bauordnung Sachsen-Anhalts vorgesehenen Änderungen sollten gleichzeitig Anlass geben, um weitere baurechtliche Hemmnisse abzubauen, die der Aufstockung von Bestandsgebäuden entgegenstehen. Die Vorschläge des DHWR orientieren sich dabei an bereits in anderen Bundesländern umgesetzten beziehungsweise geplanten Maßnahmen zur Erleichterung des Bauens mit Holz und der allgemeinen Schaffung von Wohnraum in Ballungsgebieten. Des Weiteren orientieren sie sich an den Empfehlungen der Arbeitsgruppe “Bauen mit Holz in Stadt und Land” des vom Bundeslandwirtschaftsministerium initiierten und koordinierten Dialogprozesses Charta für Holz 2.0.

Die Stellungnahme können Sie hier lesen, die dazugehörige Anlage finden Sie hier.