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03.08.2021DHWR-Präsident Erwin Taglieber kündigt 1. Deutschen KlimaSchutzTag im Bereich Holzbau an

Unter dem Motto „Mit Holz bauen, Klima schützen“ gab am 28. Juli der Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR), Erwin Taglieber, zusammen mit dem Parlamentarischer Staatssekretär des BMEL, Uwe Feiler, den Startschuss für den bundesweiten 1. KlimaSchutzTag im Bereich Bauen mit Holz. Dafür lud Taglieber zum gemeinsamen Pressegespräch mit dem Deutschen Holzfertigbau-Verband e.V. (DHV) nach Berlin ein, um das Programm der breiteren Öffentlichkeit zu präsentieren.

“Mit dem KlimaSchutzTag wollen wir das Bewusstsein in der Bevölkerung wecken, dass jede(r) Einzelne seinen Beitrag leisten kann, um CO2-Emissionen nachhaltig zu reduzieren”, sagte Taglieber in seiner Begrüßungsansprache.

Für den bundesweiten Aktionstag am 19. September ist geplant, dass bis zu 300 Fertighaushersteller und Zulieferbetriebe der Holzbau-Verbände DHV, 81fünf und ZimmerMeisterHaus teilnehmen. An dem jeweiligen Firmensitz sollen die Besucherinnen und Besucher „Klimaschutz zum Anfassen“ erleben. Angefangen von Fachvorträgen über den Klimaschutz im Holzbau und den Austausch mit Lokalpolitikern bis hin zu Mit-Mach-Aktionen für Kinder und weiteren Aktivitäten, soll sich dieser Tag zu einem festen jährlichen Ereignis etablieren.

Der Schirmherr des KlimaSchutzTages, Parlamentarischer Staatssekretär Uwe Feiler aus dem Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL), sprach sich während der Pressekonferenz unter dem Eindruck der aktuellen Bilder der Unwetterkatastrophe für rasches klimaschutzpolitisches Handeln aus. „Dank seiner CO2-Speicherfähigkeit ist Holz viel zu wichtig für den Klimaschutz, um das Naturmaterial gar in Kraftwerken zu verstromen“, so Feiler, der ein solches Vorgehen als kontraproduktiv zu den Klimaschutzzielen der Regierung sieht und der Holzverstromung damit eine klare Absage erteilt.

Er sehe den Bausektor hierbei in einer herausgehobenen Rolle, unterstrich der Staatssekretär. Im Gegensatz zu den CO2-intensiven Baustoffen binde jeder Kubikmeter Holz eine ganze Tonne Kohlendioxid. Feiler betonte: “Klimaschutz kann hier nur funktionieren, wenn wir die Holzbauquote über alle Gebäudearten hinweg so schnell wie möglich steigern.” Angesichts der Klimaschutzvorteile des Kohlendioxid bindenden Naturmaterials freue sich Feiler, die Schirmherrschaft des KlimaSchutzTages übernehmen zu können.

Erwin Taglieber dankte dem Staatssekretär für dessen Bereitschaft zur Übernahme der Schirmherrschaft und überreichte ihm das abschließend das DHWR-Positionspapier zum Klimaschutz. „Wir wollen mit diesem Aktionstag flächendeckend darauf aufmerksam machen, dass der Holzbau eine entscheidende Rolle vor allem in der Wohnbau-Politik spielen kann – und künftig auch spielen muss!", betonte Taglieber. „Holz ist der Rohstoff des 21. Jahrhunderts. Statt Flächenstillegungen brauchen wir eine nachhaltige Forstwirtschaft, wir brauchen mehr Nasslager, um das Kalamitätsholz besser nutzen zu können, eine Steigerung der Holzbauquote und regionale Wertschöpfungsketten“.

In der folgenden Gastrede hob Klimaschutz-Experte Professor Kay Künzel von der Internationalen Hochschule in Erfurt die zahlreichen Möglichkeiten des Holzbaus im Zuge der Klimaschutzes hervor und verwies auf dessen enorme technische Entwicklung innerhalb der letzten zwanzig Jahre. Hinsichtlich der Primärenergiekette weise Holz eine Vorteilhaftigkeit wie kein zweiter Baustoff auf. So sei die Verwendung des Wertstoffs Holz über viele Lebenszyklen hinweg einmalig und nach den Ereignissen der letzten Wochen sei der Zeitpunkt für verstärkte staatliche Investitionen in den Klimaschutz mit Holz nun genau der richtige.

Gruppenfoto: (v.l.) DHV-Vizepräsident Ulf Cordes, DHV- und DHWR-Präsident Erwin Taglieber, Parl. Staatssekretär Uwe Feiler (BMEL) als Schirmherr des Aktionstags, DHV-Geschäftsführer Konstantin zu Dohna und Tobias Lamer (HDH). (Foto: Achim Dathe)