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02.05.2015Tagung zur Sicherung der Nadelrohholzversorgung

Knapp 300 Teilnehmer aus der Forst- und Holzbranche diskutierten am 16. April 2015 in Göttingen im Rahmen der Tagung "Sicherung der Nadelrohholzversorgung 2.0" intensiv über die aktuelle und zukünftige wirtschaftliche und waldbauliche Bedeutung des Nadelholzes in Deutschland.

Im Rahmen von neun Fachvorträgen wurde die aktuelle und zukünftige Bedeutung des Nadelholzes in Deutschland aus der Sicht der Forst- und Holzwirtschaft und des Naturschutzes behandelt. Dabei wurde deutlich, dass in Deutschland rund 90 Prozent des stofflich genutzten Holzes Nadelholz ist, Nadelholz im gesicherten Nachwuchs aktuell jedoch nur noch 23 Prozent einnimmt, dass Nadelholz für die Forstbetriebe gegenüber Laubholz rund die dreifachen Deckungsbeiträge je Hektar erbringt und auf absehbare Zeit in den klassischen Verwendungen in der Säge- und Holzwerkstoffindustrie nicht substituiert werden kann.

Der Waldumbau wird zwangsläufig zu einer geänderten Baumartenzusammensetzung mit bedeutenden Auswirkungen auf die Ertragskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Clusters Forst und Holz führen. Dabei müsse aber die ökonomische Nachhaltigkeit der Betriebe gewahrt und verbessert werden, so das Veranstaltungsfazit der Plattform Forst & Holz. In der nachhaltigen und multifunktionalen Forstwirtschaft müsse und werde das Nadelholz weiterhin eine wichtige Schlüsselposition einnehmen.

Die Tagung wurde durch das Kompetenznetz für Nachhaltige Holznutzung e.V. und das 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen – Netzwerk Nachwachsende Rohstoffe e.V. in Kooperation mit der Plattform Forst & Holz durchgeführt. Die Pressemitteilung der Plattform Forst & Holz können Sie hier nachlesen. Die Vorträge sind unter http://www.kompetenznetz-holz.de/aktuelles/ abrufbar.