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21.05.2015Initiative HolzProKlima informiert über Holzkohle

Rund 250.000 Tonnen Kohle, zirka zehn Kilogramm pro Kopf, verbrauchen die Deutschen jährlich für ihr Hobby Grillen. Aus Sicht der Initiative HolzProKlima bedenklich: Sie bestehe häufig aus Holz, das nicht aus deutschen und damit nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, sondern überwiegend aus den häufig übernutzten tropischen Wäldern in Südamerika und Afrika stamme. Bei der Herstellung wird das Holz vor Ort zu Kohle verbrannt, was bereits große Mengen des Treibhausgases CO2 freisetze. Hinzu kommt der Ausstoß für die Importwege und das Grillen selbst. Damit verursacht ein normaler Grillabend in etwa den gleichen CO2-Ausstoß wie eine 35 Kilometer lange Autofahrt.

"Mit wenig Aufwand können Grill-Fans den wertvollen Rohstoff Holz effizient einsetzen, ihren CO2-Ausstoß verringern und dabei Geld sparen", sagt Denny Ohnesorge von der Initiative HolzProKlima. Um effizient zu Grillen, könnten die Verbraucher beispielsweise Holzkohle und Briketts mischen, um die jeweiligen Eigenschaften optimal zu nutzen. Die Verbraucher sollten zudem darauf achten, dass die Holzkohle aus Laubholz ist, zum Beispiel Buche. Diese sei besonders fest, brenne lang und erzeuge viel Wärme. 

Ob die Grillkohle aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammt, lasse sich am Siegel kaum ablesen. Holzprodukte mit dem FSC-Siegel stammen nicht selten aus tropischen Regionen, so die die Initiative. Wer auf Nummer sicher gehen wolle, solle daher Grillkohle aus heimischer Buche kaufen oder auf die PEFC-Zertifizierung achten: Rund 70 Prozent der deutschen Wälder sind danach zertifiziert. Damit ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Kohle aus Deutschland mit seinen hohen Bewirtschaftungsstandards stammt.

Die ganze Pressemitteilung und die Verbrauchertipps der Initiative HolzProKlima können Sie hier nachlesen.