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12.06.2015Neue sektorübergreifende Forschungsagenda ForstHolzPapier in Berlin vorgestellt

Am 10.6. trafen sich Mitglieder des Deutschen Bundestags sowie Vertreter von Unternehmen und Verbänden zum "Parlamentarischen Frühstück" der Plattform Forst&Holz. Thema: Die neue Forschungsagenda "ForstHolzPapier".

In einem anderthalbjährigen Erarbeitungsprozess hat die Forest Technology Platform Deutschland (FTP) eine Forschungsagenda zusammengestellt.

Das Ergebnis: Die Branche biete zahlreiche Lösungsansätze, brauche jedoch den politischen Willen, diese auch umzusetzen. Große Potenziale würden insbesondere beim Städtebau mit Holz sowie bei der effizienten Nutzung des Rohstoffs gesehen.

„Die Deutsche Forschungsagenda liefert Politik und Wissenschaft eine klare Vorstellung über die Herausforderungen und Forschungsziele des Sektors“, meinte Professor Konstantin von Teuffel, Direktor der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg und Vorsitzender des Steuerungsgremiums der FTP Deutschland einleitend bei der Vorstellung der Agenda. Professor Dr. Klaus Richter, Leiter der Holzforschung München, ergänzte die Ausführungen durch eine Analyse der aktuellen Forschungssituation innerhalb des Sektors sowie des zukünftigen wissenschaftlichen Bedarfs.

„Unser übergeordnetes Ziel ist es, die Holzbauweise in Städten weiter voranzutreiben und damit salonfähig zu machen“, fasste DHWR-Präsident Xaver Haas den derzeit wichtigsten Forschungsschwerpunkt des Dachverbandes zusammen. „Ob bei Klimaschutz, Energiewende oder der Umsetzung einer nachhaltigen biobasierten Wirtschaft: Die Branche bietet ein enormes Potenzial zur Lösung aktueller politischer Herausforderungen.“ Um die volle Wirkung des nachwachsenden Rohstoffes entfalten zu können, bedürfe es jedoch weiterer Forschungsanstrengungen insbesondere in den Bereichen Bauen mit Holz, Ressourcen- und Energieeffizienz oder Nutzung von Sekundärrohstoffen.

„Es liegt auf der Hand, dass ein überwiegend klein- und mittelständisch strukturierter Wirtschaftssektor bei gleichzeitig großem Lösungspotenzial in seinen Forschungsanstrengungen nicht allein gelassen werden darf“, stellte Georg Schirmbeck, Präsident des DFWR, fest. Mehr denn je sollte daher auch seitens der Politik die Möglichkeit einer stärkeren öffentlichen Unterstützung durch Ausweitung gezielter Förderprogramme in Betracht gezogen werden.

Eine kompakte Übersicht über die sieben strategischen Handlungsfelder der Agenda finden Sie hier.

Eine Zusammenstellung der wichtigsten Themen der Forschungsagenda finden Sie hier