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01.10.2015Kampagne räumt mit Vorurteilen gegen Holznutzung auf: "Auch digitale Medien haben einen öklogischen Fußabdruck"

Die österreichische Initiative Print Power Austria (PPA) startete im September 2015 eine Kampagne zur Bedeutung von Papier und Printmedien für Wirtschaft, Medien und Umwelt. Darin betont sie die Bedeutung der nachhaltigen Holznutzung.

"Auch digitale Medien haben einen ökologischen Fußabdruck", erklärt Gerald Grünberger, Präsident von Print Power Austria und Geschäftsführer des Verbandes Österreichischer Zeitungen (VÖZ). Der Mythos, dass digitale Kommunikation per se umweltfreundlicher sei als die Nutzung von Printprodukten, sei nicht aufrecht zu erhalten. Eine Studie des Königlich-Schwedischen Instituts zeige, dass die tägliche halbstündige Nutzung einer Zeitung einen Ausstoß von 28 Kilogramm CO2 pro Jahr verantworte. Das Äquivalent bei 30 Minuten Computernutzung am Tag läge bereits 35 Kilogramm CO2 pro Jahr.

Die Initiative möchte mit ihrer Kampgange vor allem falschen Vorurteilen gegenüber der Holznutzung und falschen Vorstellung über eine rein digitale Zukunft begegnen: "Zum Schulbeginn fordern Lehrer, Eltern oder Politiker, gedruckte Schulbücher und Hefte durch E-Books und Tablets zu ersetzen, schließlich würden dem zahlreiche Bäume zum Opfer fallen. Das ist eines der Märchen, mit dem wir aufräumen möchten. Holznutzung ist aktiver Umweltschutz", betont Gabriele Herzog, Geschäftsführerin der Austropapier.

Das Holz für die Papierherstellung komme aus der Waldpflege oder Sägeindustrie und stamme aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Auf der anderen Seite sei Elektroschrott inzwischen der am schnellsten wachsende Bestandteil des Abfallaufkommens. 50 Millionen Tonnen werden pro Jahr weltweit entsorgt. Papierfasern werden in Europa im Schnitt 3,4 Mal wiederverwertet. Neun von zehn Zeitungen werden recycelt und Altpapier ist der wichtigste Rohstoff bei der Produktion von Zeitungspapier, so Grünberger.

Mehr Informationen zur Kampagne erhalten Sie hier.