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10.11.2015Telematik: einheitliche Standards und verbesserter Datenaustausch gefordert

Telematiksysteme haben Einzug in das Holztransportgewerbe gehalten: Die Technologie bietet nicht nur ad-hoc-Informationen zum Standort und zu aktuellen Servicedaten der Fahrzeuge, sondern ist auch Basis für viele weitere Anwendungen. Deutlich ist jedoch auch, dass die Potenziale der Systeme noch nicht umfassend genutzt werden.

Dietmar Reith, Vorsitzender der Bundesvereinigung des Holztransport-Gewerbes e.V. (BdHG) erläuterte auf dem Logistikforum am 6. November 2015 in Frankfurt am Main: „Mit dem Einsatz von Telematiksystemen lassen sich die Routenplanung und Lieferkette zuverlässig optimieren und so unsere Geschäftsabläufe vereinfachen. Was eine breite Einführung befördern würde, sind einheitliche Standards und wettbewerbsfähige Angebote bei den Telematiksystemen.“ Bei vielen Anbietern ist das essenzielle offline-Kartenmaterial und der Waldwegedatensatz der nicht öffentlichen Waldinfrastruktur von der NavLog GmbH keine Inklusivleistung, sondern muss von den Speditionen zugekauft werden.

Datenaustausch muss optimiert werden

„Die Verbreitung und Nutzung von Telematiksystemen in der Holztransportbranche ist auf einem guten Weg, um jedoch die Potenziale vollumfänglich ausgeschöpften zu können, müssen wir an den Schnittstellen des Datenaustausches in der Lieferkette besser werden“, fasste Dr. Denny Ohnesorge, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Rohholzverbraucher e.V. (AGR), seine Eindrücke aus der Veranstaltung zusammen. „Das Logistikforum hat Dienstleister, Spediteure und Holzindustrie an einen Tisch gebraucht, um die zukünftige Entwicklung zu diskutieren und die Verbreitung der Systeme zu fördern.“

Praxisberichte

Auf der Tagung in Frankfurt am Main stellten unter anderem Scania, DB Fleetboard, GeoMail, Logiball und Forstware Informationssysteme ihre Telematiksysteme und Dienstleistungen vor. Darüber hinaus wurden die Ergebnisse des Logistikprojekts HoLoBaWü vorgestellt. Die Studie hat exemplarisch die aktuelle Situation des Holztransportgewerbes in Baden-Württemberg analysiert und ist der Frage nachgegangen, wie sich eine Erhöhung des zulässigen Gesamtgewichtes auf die Infrastruktur auswirken würde