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25.10.2013Holzwirtschaftsrat fordert die ökologische Wende im Bausektor

Mit den am Mittwoch in Berlin begonnenen Koalitionsverhandlungen zwischen Union und SPD fordert die Holzwirtschaft die Parteien auf, ihren vor der Wahl gegebenen Versprechungen hinsichtlich einer ökologischen Wende Taten folgen zu lassen. Mit einer Förderung der Verwendung von Holz – vor allem im Bauwesen – könnten Treibhausgasemissionen reduziert und die regionale Wertschöpfung erhöht werden.

Berlin, 25. Oktober 2013 – Der Spitzenverband der deutschen Holzwirtschaft, der Deutsche Holzwirtschaftsrat e. V. (DHWR), hat die einzelnen Parteien vor der Bundestagswahl zu ihren Positionen und Vorhaben in den Bereichen Umwelt,- Energie- und Wirtschaftspolitik befragt. Die Ergebnisse der Umfrage nahm der DHWR nun zum Anlass, den Koalitionspartnern einen Forderungskatalog auf Basis ihrer eigenen Aussagen mit in die Verhandlungen zu geben. „Erfreulicherweise war man sich im Vorfeld der Wahl parteiübergreifend über die große Bedeutung und die Notwendigkeit der Förderung der Holzwirtschaft und der Holzverwendung in Deutschland einig“, sagt Hubertus Flötotto, Präsident des DHWR. „Dieser positiven Grundhaltung müssen nun konkrete Maßnahmen folgen", fordert er weiter. Der Holzwirtschaftsrat hat mit seinen Mitgliedsverbänden aus Holzindustrie, Papierindustrie, Holzhandwerk und Handel Kernforderungen und Schlüsselmaßnahmen formuliert. Zur Stärkung des Clusters Forst und Holz solle nach Ansicht des DHWR die zehn Jahre alte Charta für Holz dringend fortgeführt und weiterentwickelt werden. Konkrete Aktionen und Maßnahmen müssten definiert, Hemmnisse in der Holzverwendung abgebaut und der Anteil von stofflich verwendetem Holz nachhaltig erhöht werden. Zur Lösung technischer, wirtschaftlicher und bildungspolitischer Restriktionen der Holzverwendung sei eine Exzellenzinitiative – ein Programm zur Förderung von Wissenschaft und Forschung – für die Holzforschung erforderlich. Nur so könne die Ressource Holz künftig noch effizienter, innovativer und wertschöpfender verwertet werden. Die dafür erforderlichen finanziellen Mittel ließen sich im Rahmen einer Aufstockung des Waldklimafonds auf 100 Millionen Euro bereitstellen. Die enorme gesellschaftliche und klimapolitische Bedeutung der Holzverwendung ist einem großen Teil der Bevölkerung weitgehend unbekannt. Eine echte ökologische und energieeffiziente Wende – zum Beispiel im Bauwesen – lässt sich daher nur durch die Initiierung einer Aufklärungskampagne über die ökologischen und klimarelevanten Wirkungen einer nachhaltigen Holzverwendung erreichen. Zudem soll die Zusammenarbeit von Spitzenverbänden und Politik dauerhaft darauf hinwirken, dass der Stellenwert der Forst- und Holzwirtschaft in Gesellschaft und Politik erhöht wird und die nachhaltige Forstwirtschaft und Holznutzung mehr Akzeptanz in der Bevölkerung findet. Die vielfältigen Verwertungsmöglichkeiten der Ressource Holz machen es erforderlich, eine Rohstoffstrategie ressortübergreifend zu erarbeiten. Diese Pressemeldung finden hier als PDF zum Download. Diese Pressemeldung finden unten als RFT zum Download.  Den Forderungskatalog finden Sie hier zum Download (wo ist der??-nambata04.08.2015)

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