Pressearchiv


16.04.2014Klimaschutz / IPCC Teilbericht - Bauen mit Holz ist aktiver Klimaschutz

Eine Studie zeigt: Holz kann einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Es bindet CO2 und ersetzt energieintensive Materialien wie Beton und Stahl, die für mehr als ein Drittel des CO2-Ausstoßes in Deutschland verantwortlich sind. Der Weltklimarat IPCC hat dieses Potenzial noch nicht erkannt. Die deutsche Holzwirtschaft fordert daher ein größeres Bewusstsein für den Baustoff Holz auf politischer Seite.

Berlin, 16. April 2014 – 75 Millionen Tonnen CO2 wurden im vergangenen Jahr in Deutschland durch die Verwendung von Holzprodukten eingespart. Das geht aus Untersuchungen des Thünen-Instituts (vTI) hervor, das eine CO2-Gesamtbilanz der deutschen Wald- und Holzwirtschaft aufgestellt hat.

„Ein Potenzial, das auch die Mitglieder des Weltklimarats interessieren sollte“, meint Dr. Denny Ohnesorge vom Deutschen Holzwirtschaftsrat (DHWR). Ihm ist das Bewusstsein für den einzigartigen und nachwachsenden Rohstoff Holz auf politischer Seite noch viel zu schwach.  In Berlin wurde am Montag der dritte Teilbericht des aktuellen Sachstandsberichts des Weltklimarats IPCC veröffentlicht. Der Weltklimarat warnt, dass ohne den Entzug von Kohlenstoff aus der Atmosphäre, das Zwei-Grad-Ziel nicht zu erreichen ist. In Deutschland sind die Treibhausgas-Emissionen 2012 gegenüber dem Vorjahr um rund 11 Millionen Tonnen auf 940 Millionen Tonnen gestiegen. Kohlendioxid ist mit einem Anteil von 87,1 Prozent das bedeutendste Treibhausgas an den gesamten Emissionen. 1Um den Schadstoffausstoß wirksam zu begrenzen, bedarf es eines breiten Maßnahmenbündels, heißt es im Bericht. Dringend notwendig seien die Entwicklung von kohlenstofffreien Technologien und die Abkehr von Kohle und Erdöl als Energieträger. Weiter sei die Einführung von Technologien wie Carbon Capture and Storage (CCS), also die Abscheidung und unterirdische Speicherung von Kohlendioxid, nötig. Dabei sei CCS aber nicht die einzige Form, der Atmosphäre Kohlenstoff zu entziehen. So schlägt der IPPC ein umfangreiches Wiederaufforstungsprogramm vor, um Kohlendioxid im Holz zu speichern. Vor allem aber die stärkere Verwendung von Holz trage dazu bei, die Klimaziele zu erreichen, so die Wissenschaftler des vTI. Zudem ist der Baustoff Holz innovativ, ökologisch wertvoll und weitaus mehr als eine Alternative zu herkömmlichen Materialien wie Stahl und Beton. Holz speichert das schädliche Treibhausgas CO2 über seine gesamte Lebensdauer.

Mehr noch: Der Ersatz energieintensiver Baustoffe durch Holz bedeutet immense Einsparungen von Energie und damit CO2. Ohnesorge: „Um die Klimaschutzziele zu erreichen, müssen gerade im Bausektor neue und nachhaltigere Wege beschritten werden – und das wird nur über eine vermehrte Holznutzung gelingen.“ Bauen mit Holz 36 Prozent der CO2-Emissionen werden durch Gebäude aus herkömmlichen Baustoffen wie Stahl und Beton verursacht. Schlechte Voraussetzungen für Deutschlands Klimapolitik, die den Anspruch hat, bis 2020 den CO2-Ausstoß um 40 Prozent zu senken. Dabei kann der Einsatz von Holz in den eigenen vier Wänden einiges dazu beitragen, dieses Ziel zu erreichen. Besonders im Bauwesen wird CO2 über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten gebunden. Ein Dachstuhl bindet beispielsweise bis zu 8,4 Tonnen CO2 über seinen gesamten Lebenszyklus. Nach Berechnungen der TU München entspricht diese Menge dem jährlichen CO2-Ausstoß von drei bis vier Pkw. Statten Eigentümer ihr Haus komplett mit Holzfenstern aus, können zusätzlich 770 Kilogramm CO2 gebunden werden.

1www.umweltbundesamt.de/ Pressemitteilung zum Dowload als PDF

Pressemitteilung zum Download als s. unten

Pressekontakt:

Dr. Denny Ohnesorge

Deutscher Holzwirtschaftsrat e.V. (DHWR)

Dorotheenstraße 54

10117 Berlin 

Tel.: +49 30 72 0204 3886

Fax: +49 30 22 3204 89

E-Mail: presse@dhwr.de

Web: www.dhwr.de     

  • presseinfo_ipcc_bauen_mit_holz rtfDownloadrtf, 42 KB