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08.07.2016Neufeststellung der Tegernseer Gebräuche

In den kommenden Monaten wird eine Kommission die Handelsgebräuche in der Holzwirtschaft, die sogenannten Tegernseer Gebräuche, überarbeiten. Die letzte Fassung der Gebräuche stammt aus dem Jahr 1985.

Berlin, 08. Juli 2016 – Die Tegernseer Gebräuche sind ein Handelsbrauch, der den inländischen Handel mit Rundholz, Schnittholz, Holzwerkstoffen und anderer Holzhalbwaren regelt. Er wird beim Kauf und Verkauf von Holz herangezogen, solange die Handelspartner keine anderslautenden Vereinbarungen, etwa in ihren allgemeinen Geschäftsbedingungen, getroffen haben. Eine Besonderheit bei Handelsbräuchen ist, dass sie die gängige Praxis abbilden und daher regelmäßig neu festgestellt werden müssen. Handelsgebräuche spielen insbesondere bei Rechtstreitigkeiten zwischen Geschäftspartnern eine Rolle. Die letzte Fassung der Tegernseer Gebräuche ist beinahe 30 Jahre alt.

In Berlin fand am 30. Mai 2016 auf Einladung des Deutschen Holzwirtschaftsrats e. V. (DHWR) die konstituierende Sitzung der Kommission zur Neufeststellung der Tegernseer Gebräuche statt, in der man sich auf ein zweistufiges Vorgehen verständigte: Im ersten Schritt findet eine redaktionelle Aktualisierung statt. Hierbei werden unter anderem veraltete Rechtsgrundlagen durch die entsprechenden neuen Vorschriften ersetzt. Anschließend prüft die Kommission, ob sich die Gebräuche selbst geändert haben. Dafür werden die in der Praxis gelebten Gepflogenheiten erfasst und bei Bedarf die entsprechenden Inhalte in den Tegernseer Gebräuchen angepasst werden.

Über die aktuellen Entwicklungen informiert der DHWR gern alle Interessenten,  Ansprechpartner beim Dachverband ist Lukas Freise.

Die aktuellen Mitglieder der Kommission zur Neufeststellung der Tegernseer Gebräuche sind:

  • Bundesverband der Altholzaufbereiter und -verwerter e.V. (BAV)
  • Deutsche Säge- und Holzindustrie - Bundesverband e.V. (DeSH)
  • Deutscher Energieholz- und Pellet-Verband e.V. (DEPV)
  • Deutscher Holzwirtschaftsrat e.V. 
  • Gesamtverband Deutscher Holzhandel e.V. (GD Holz)
  • Hauptverband der Deutschen Holz und Kunststoffe verarbeitenden Industrie und verwandter Industriezweige e.V. (HDH)
  • Holzbau Deutschland, Bund Deutscher Zimmermeister im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V. 
  • Tischler Schreiner Deutschland e.V. (TSD) Bundesinnungsverband für das Tischler- / Schreinerhandwerk im Bundesverband Holz und Kunststoff
  • Verband der Holzwirtschaft und Kunststoffverarbeitung Bayern Thüringen e.V. (VHKBT)
  • Zentralverband Parkett- und Fußbodentechnik - Bundesinnungsverband Parkettlegerhandwerk und Bodenlegergewerbe
  • Bundesverband Holzpackmittel · Paletten · Exportverpackung (HPE) e.V.



Pressekontakt

Dr. Denny Ohnesorge
Deutscher Holzwirtschaftsrat e.V. (DHWR)
Dorotheenstraße 54
10117 Berlin

Tel.:       +49 30 72 0204 3885           
E-Mail:   presse@dhwr.de
Web:      www.dhwr.de

Über den Deutschen Holzwirtschaftsrat (DHWR)

Der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) hat 14 Mitgliedsverbände mit über 70.000 Betrieben, die mit ca. 650.000 Beschäftigten einen Umsatz von etwa 120 Milliarden Euro generieren. Die Dachorganisation der deutschen Holzwirtschaft deckt durch die Mitgliedschaft der führenden Verbände der Holzbranche die gesamte Wertschöpfungskette ab. Diese reicht vom Rohholz, das von der Säge-, Holzwerkstoff- sowie Zellstoff- und Papierindustrie bearbeitet wird, über die Weiterverarbeitung von Holz und Holzprodukten in der Möbel- und Packmittelindustrie, in der Pelletproduktion sowie in den Handwerksbetrieben und im Holzbau, bis hin zum Vertrieb durch den Handel und die Makler. Der Kreislauf schließt sich durch das Recycling von Altpapier und Holz.