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07.05.2019Holzbau-Offensive in Baden-Württemberg ist keine Wettbewerbsverzerrung

Kommentar des DHWR zur Pressemitteilung der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V. (DGfM) „Holzbau-Offensive in BaWü wird rechtlich nicht überleben“ vom 23.04.2019 sowie zum Video-Statement des von der DGfM beauftragten Rechtsgutachters Jörg Schmidt-Wottrich.

Berlin, 07.05.2019: Der Deutsche Holzwirtschaftsrat e.V. (DHWR) sieht keine Wettbewerbsverzerrung durch die Holzbauoffensive Baden-Württembergs und weist die nicht nachvollziehbaren und teilweise mit falschen Zahlen unterlegten Vorwürfe der Deutschen Gesellschaft für Mauerwerks- und Wohnungsbau e.V. (DGfM) zurück. Die Behauptungen der DGfM zur Förderung in Baden-Württemberg zur Holzbauweise und Rohstoffsituation wurden einem Faktencheck unterzogen.

„Wir würden uns mit der DGfM lieber über Aktivitäten zur gemeinsamen Entwicklung des Wohnungsbaus austauschen, als in regelmäßigen Abständen nicht haltbare Aussagen zur Förderung des Holzbaus kommentieren zu müssen“, erklärt Steffen Rathke, Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrats als Reaktion auf die wiederholte Kampagne der DGfM. In einem Punkt habe die DGfM jedoch recht: Es gebe den 100-prozentigen Holzbau eigentlich nicht. Es gibt aber auch kein Haus aus 100 Prozent Ziegel- oder Mauerwerk. „Die Schwerpunkte unserer gemeinsamen Aktivitäten in der Bauwirtschaft sollten dazu beitragen, Antworten auf die drängendsten politischen und gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit zu geben: Wie können wir schnell mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen und gleichzeitig möglichst nachhaltig und klimaeffizient bauen?“, ergänzt Peter Aicher, Präsident von Holzbau Deutschland, die Position der Deutschen Holzwirtschaft.

Die Holzbauweise stellt sich beim energieeffizienten Bauen sehr erfolgreich dem freien Wettbewerb und gibt entsprechende Antworten. Im mehrgeschossigen Wohnungsbau ist die Holzbauweise derzeit jedoch deutschlandweit unterrepräsentiert und schöpft ihr Potential nicht aus. Daher seien die politischen Maßnahmen, die sich im Kern auf die Förderung von Forschung und Lehre, Vernetzung kleinteiliger Strukturen, Innovationen sowie der Förderung des mehrgeschossigen Wohnungsbaus erstrecken, gesellschaftspolitisch gerechtfertigt.

Detaillierte Kommentierungen zu den Vorwürfen der DGfM können Sie im DHWR-Faktencheck nachlesen.

DHWR-Faktencheck 

Pressekontakt

Dr. Denny Ohnesorge
Deutscher Holzwirtschaftsrat e. V. (DHWR)
Dorotheenstraße 54
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Tel.: +49 30 2061 3997 1         
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Über den Deutschen Holzwirtschaftsrat (DHWR)

Der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) vertritt über seine Mitgliedsverbände 70.000 überwiegend mittelständische Betriebe, die mit 650.000 Beschäftigten einen jährlichen Umsatz von 120 Milliarden Euro generieren. Die Dachorganisation der deutschen Holzwirtschaft deckt damit die gesamte Wertschöpfungskette des Rohstoffes Holz ab. Diese reicht vom Waldholz, das von der Säge-, Holzwerkstoff- sowie Zellstoff- und Papierindustrie bearbeitet wird, über die Weiterverarbeitung von Holz und Holzprodukten in der Möbel- und Packmittelindustrie, in der Pelletproduktion sowie in den Handwerksbetrieben und im Holzbau bis hin zum Vertrieb durch den Handel. Der Kreislauf schließt sich durch das Recycling von Altpapier und Holz.