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09.04.2020Neufeststellung der Handelsgebräuche – Konsultation

Die Gebräuche für den Handel mit Holz und Holzprodukten in Deutschland wurden zuletzt 1985 festgestellt und entsprechen teilweise nicht mehr der heute gängigen Praxis. Im Rahmen einer Neufeststellung werden sie fit für das 21. Jahrhundert gemacht. Die ersten Entwürfe liegen jetzt vor.

Berlin, 09.04.2020. Die Gebräuche für den Handel mit Holz und Holzprodukten in Deutschland (bisher bekannt als „Tegernseer Gebräuche“ oder kurz „TG“) spielen für sämtliche Holzvertriebswege eine entscheidende Rolle. Bei Vergleichen, Reklamationen und Handelsabschlüssen entfalten sie vor allem dann ihre Rechtskraft, wenn keine individuelle Vereinbarung zu einem Punkt getroffen wurde oder widersprüchliche Vereinbarungen vorliegen.

Heute entsprechen die Handelsgebräuche an einigen Stellen nicht mehr der üblichen Praxis. Der Deutsche Holzwirtschaftsrat (DHWR) koordiniert die eigens eingerichtete Kommission zur Neufeststellung der Gebräuche. Ziel ist es, die schriftliche Dokumentation des „gelebten Brauchtums“ an die aktuellen Fragen des Handels mit Holz und Holzprodukten in Deutschland anzupassen. Entwürfe dazu liegen jetzt vor.

Die Konsultationsphase zu den Entwürfen begann am 2. April dieses Jahres. Alle Informationen zur öffentlichen Konsultation und den verfügbaren Entwürfen sind auf der DHWR-Website unter „Konsultation Holzhandelsgebräuche“ veröffentlicht. Stellungnahmen können über die bereitgestellte Kommentartabelle bis zum 5. Juni 2020 an konsultation@dhwr.de gesendet werden.

Je nach Umfang der Kommentare und Fortgang der weiteren Arbeiten rechnet der DHWR mit einer Veröffentlichung des Gesamtdokuments Ende 2020 / Anfang 2021.

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Pressekontakt
Florian Snigula
Deutscher Holzwirtschaftsrat e. V. (DHWR)
Dorotheenstraße 54 
10117 Berlin 
Tel.:     +49 30 2060 697 12   
E-Mail: florian.snigula@dhwr.de  
Web:   www.dhwr.de


Über den Deutschen Holzwirtschaftsrat (DHWR)
Am 13. Juli 1949 gründeten zehn Verbände der Holzwirtschaft in Wiesbaden den „Holzwirtschaftsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebiets“. Der Deutsche Holzwirtschaftsrat vertritt heute über seine Mitgliedsverbände 70.000 überwiegend mittelständische Betriebe, die mit 650.000 Beschäftigten einen jährlichen Umsatz von 120 Milliarden Euro generieren. Die Dachorganisation der deutschen Holzwirtschaft deckt damit die gesamte Wertschöpfungskette des Rohstoffes Holz ab. Diese reicht vom Waldholz, das von der Säge-, Holzwerkstoff- sowie Zellstoff- und Papierindustrie bearbeitet wird, über die Weiterverarbeitung von Holz und Holzprodukten in der Möbel- und Packmittelindustrie, in der Pelletproduktion sowie in den Handwerksbetrieben und im Holzbau bis hin zum Vertrieb durch den Handel. Der Kreislauf schließt sich durch das Recycling von Altpapier und Holz.