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20.05.2020Gipfeltreffen: Holzwirtschaft fordert Verzicht auf einseitige Umweltprämien

Anlässlich der Corona-bedingten Konjunkturmaßnahmen diskutierten in der letzten Woche Vertreter der Deutschen Holzwirtschaft mit dem Bundestagsabgeordneten Rüdiger Kruse (CDU), wie wirtschaftspolitische Lösungen branchenneutral im Sinne des Klimaschutzes ausgestaltet werden können. Steffen Rathke, Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR), betonte: „Unsere Steuergelder sollten jenen Unternehmen zugutekommen, die durch nachhaltige Wirtschaftsweisen einen langfristigen Beitrag für die Klimaziele leisten.“

Berlin, 20.05.2020. Das Wichtigste in der derzeitigen Situation sei es, progressive Konjunkturschritte einzuleiten. Rathke sprach sich gegen einseitige Bevorteilungen, wie beispielsweise die für die Automobilindustrie diskutierte Abwrackprämie, aus. Konjunkturstimulierende Maßnahmen sollten, wo möglich, stattdessen zur Verringerung der CO2-Emissionen und zur Steigerung der Energieeffizienz beitragen. Beispielsweise im Gebäudebestand, der für ca. 35 Prozent des Energieverbrauchs sowie rund 30 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich ist. „Mit einer Steigerung der Modernisierungsrate auf mindestens 2 Prozent und der Berücksichtigung der grauen Energie können Klimaschutzziele im Gebäudebereich vorangetrieben und zugleich die Konjunktur der Bauwirtschaft stabilisiert werden.“

Die Krise habe zugleich die Notwendigkeit krisenfester Wertschöpfungsketten verdeutlicht. „Die Politik sollte ein Zukunftsprogramm initiieren, das belastbare Liefer- und Wertschöpfungsketten stärkt.“ Unabhängig von der Corona-Krise schreite der Klimawandel weiter voran. Die jetzt aufgelegten Konjunkturprogramme müssen dieser Tatsache Rechnung tragen. „Kluge Investitionsmaßnahmen und klimafreundliches Wirtschaften sind kein Widerspruch“, so Rathke abschließend.

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Über den Deutschen Holzwirtschaftsrat (DHWR)
Am 13. Juli 1949 gründeten zehn Verbände der Holzwirtschaft in Wiesbaden den „Holzwirtschaftsrat des Vereinigten Wirtschaftsgebiets“. Der Deutsche Holzwirtschaftsrat vertritt heute über seine Mitgliedsverbände 70.000 überwiegend mittelständische Betriebe, die mit 650.000 Beschäftigten einen jährlichen Umsatz von 120 Milliarden Euro generieren. Die Dachorganisation der deutschen Holzwirtschaft deckt damit die gesamte Wertschöpfungskette des Rohstoffes Holz ab. Diese reicht vom Waldholz, das von der Säge-, Holzwerkstoff- sowie Zellstoff- und Papierindustrie bearbeitet wird, über die Weiterverarbeitung von Holz und Holzprodukten in der Möbel- und Packmittelindustrie, in der Pelletproduktion sowie in den Handwerksbetrieben und im Holzbau bis hin zum Vertrieb durch den Handel. Der Kreislauf schließt sich durch das Recycling von Altpapier und Holz.