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26.01.2022Präsident der Holzwirtschaft warnt vor unabsehbaren Folgen: „Das Förder-Aus ist in klimapolitischer und wirtschaftlicher Hinsicht fatal.“

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Berlin, 26. Januar 2022. Die Bundesregierung hat ihre Förderbank KfW angewiesen, Bauförderungen mit sofortiger Wirkung zu stoppen. Der Präsident des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR), Erwin Taglieber, kritisiert die Entscheidung als „böse Überraschung“. Nach den wirtschaftlichen Verwerfungen der Corona-Krise sowie den schlechten Materialverfügbarkeiten bei explodierenden Kosten im letzten Jahr komme die Regelung für die gesamte Bauwirtschaft, Bauherren und Investoren zur Unzeit.

„Der Antragsstopp verteuert das Bauen erheblich und wird zu weniger Bautätigkeit führen. Schon jetzt berichten unsere Unternehmen von Auftragsstornierungen, da viele Finanzierungen plötzlich in der Luft hängen und zahlreiche Aufträge bis zur Klärung der künftigen Förderung ausgesetzt werden. Die Baubetriebe ihrerseits werden als unmittelbare Folge den Zulieferern die Aufträge stornieren. Es droht erheblicher Mehraufwand für die Unternehmen, bei denen die Telefone nicht mehr stillstehen. 

Die Einstellung der Förderung für Effizienzhaus/Effizienzgebäude 55 im Neubau zum 31. Januar 2022 war erwartet worden. Nun aber die komplette Förderung für energieeffiziente Gebäude zu stoppen, ist in klimapolitischer und wirtschaftlicher Hinsicht fatal. Offensichtlich ist sich das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) der Tragweite seiner Entscheidung nicht bewusst gewesen.

Der Gebäudesektor ist für das Erreichen der Klimaschutzziele eine zentrale Säule. Ohne die Bundesförderung der KfW wird es unmöglich werden, diese Ziele zu erreichen und bis 2045 klimaneutral zu werden. Bauherren werden zukünftig energetisch schlechter bauen. 

Es muss jetzt schnell gehen. Eine Übergangslösung für die Wiederaufnahme der Förderungen ist dringend notwendig, bis eine neue Fördersystematik gilt. Es kann nicht sein, dass Bauherren und Unternehmen allein gelassen und klimagerechtes Bauen ausgebremst werden, weil man mit der Masse an Anträgen nicht zurechtkommt, mit denen im Vorfeld zu rechnen war.“